Quaero und Theseus
Auf dem ersten deutschen IT-Gipfel in Potsdam wurde es offiziell, das europäische Projekt Quaero wird ohne Deutschland fortgesetzt. Nun treten die Franzosen allein gegen die amerikanischen Übermächte in den Kampf um Marktanteile im Suchmaschinenbereich. Entschlossen wirken sie, dem Marktführer Google Paroli bieten zu können. Zu einem ernstzunehmenden europäischen Gegengewicht zu den transatlantischen Boliden soll sich die Suchmaschine Quaero in naher Zukunft entwickeln. Unter anderem finanziert durch Subventionen beteiligter Regierungen, wurde das vormals deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt gestartet. Nun trennen sich die Wege der Projektpartner.
Begründet wird der Ausstieg der Deutschen mit Differenzen in der Zielsetzung des Projektes Quaero. Während die Franzosen davon träumen, Google einige Marktanteile streitig zu machen, betont die deutsche Seite, an der Entwicklung von Basistechnologien für das semantische Web festzuhalten und dabei nicht in direkte Konkurrenz mit Google, Yahoo! und Co treten zu wollen.
Theseus heißt die semantische Suchmaschine, die nun gefördert wird. Die Differenzen in der Zielsetzung der Projektpartner wären auf diversen Konferenzen und Gesprächen zu Tage gekommen.
Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die EU dem Förderantrag für das Projekt Quaero noch hätte zustimmen müssen, was nicht als sicher galt. Die europäische Kommission hätte das gesamte Projekt kippen können, was an Peinlichkeit nicht zu überbieten gewesen wäre.


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13. Mai 2007 um 14:06
[...] abzuwarten, was genau dort entwickelt wird, denn so manche wollten Google Konkurrenz machen und sind nicht wirklich dabei voran [...]