Windows Vista – Perspektive für Live.com?
Seit Wochenbeginn können Privatanwender das neue Betriebssystem von Microsoft erwerben. Der XP-Nachfolger soll schicker, aber vor allem sicher(er) sein.
Ob sich das vermittelte Sicherheitsgefühl bei den Käufern etablieren kann, ist derweil nicht so sicher. Fakt hingegen ist, dass Windows Vista groß ist. Zum einen voluminös im Preis, zum anderen stellt das neue Betriebssystem hohe Anforderungen an den Rechner.
Auf der Festplatte nimmt Vista mindestens 12 Gigabyte in Anspruch, unter 128MB Grafikkarte läuft nicht viel optik-intensives und auch der Prozessor sollte dem heutigen Standard entsprechen. Für Mindestanforderungen reichen 512 MB Arbeitsspeicher, empfohlen wird jedoch mindestens das Doppelte.
Windows-Anwender, die noch einen etwas älteren (Vista-ungeeigneten) Rechner haben, der aber noch absolut ausreichend und funktionstüchtig ist, werden wohl bis zum nächsten Computer-Kauf warten.
Für Spieler wird es da schon problematisch. Denn die zukünftigen Spiele benötigen DirectX10. Diese neue Version wird von Microsoft aber nur für Vista-Systeme programmiert.
Vista ein Live.com-Pusher?
Der Start des neuen Betriebssystems wurde geradezu zelebriert. “The Wow starts now”, Vista wird von Bill Gates als das Prunkstück unter den bisherigen Veröffentlichungen bezeichnet. Der Anteil von geschätzten 90% Windows-Rechnern weltweit soll mit dem neuen OS gesichert bzw. ausgebaut werden.
Die Marktanteile Microsofts am Suchmaschinenmarkt weisen seit Monaten einen gegenteiligen Trend auf. Die von comScore erhobenen Statistiken zur Nutzung von Suchmaschinen bescheinigen “live.com” seit Monaten leichte Rückgänge der Suchanfragen. Im Vergleich zu November sank die Nutzung von Microsoft’s Suchmaschine im Dezember vergangenen Jahres um 0,5 auf 10,5%.
Mit der Einführung von Windows Vista ist hier auf lange Sicht keine weitere negative Entwicklung zu erwarten. Es scheint möglich, dass die Live-Suche für die kommenden Monate vielleicht sogar Zuwächse verzeichnen kann. Mit dem vorinstallierten Internet Explorer 7 bei Vista ergibt sich für die Windows-Suchmaschine die Chance, sich dem Nutzer zu präsentieren.
Gesondert weist man bei der Präsentation von Vista auch auf die verbesserte Desktop-Suche hin. Bis auf pdf-Files lassen sich kleine Textpassagen auch aus tiefen Regionen von Dokumenten wieder finden. Die Google-Desktop-Suche soll nicht länger erster Anwärter sein, wenn es um die Suche nach Daten auf dem eigenen Rechner geht.
Aber auch die Desktop-Suche verschafft Microsoft nicht das, was der Konzern hinsichtlich des Technikzweiges Suchmaschine benötigt. Im Vergleich zu Google und Yahoo! fehlen dem Softwarehersteller starke Werbeeinnahmen und damit verbundene Umsatzsteigerung im Suchgeschäft, die für entscheidende und maßgebliche Investitionen in die Entwicklung einfließen könnten.
Als Push-Element für die Live-Suche kann Vista wahrlich nicht bezeichnet werden, aber als Unterstützung. Dass Vista langfristig XP ablösen wird, ist zu erwarten, die Frage ist viel mehr, wie schnell dies geschieht.
Frage an Windows-Nutzer:
Abgesehen von dem ganzen 3D-Schnick-Schnack und vielen “mit Sicherheit” auch nützlichen Funktionen und Erweiterungen bei Windows Vista, wie lautet Ihre Meinung?


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