Eyetracking-Studie zum Nutzerverhalten bei Google
Dreißig Testpersonen wurden bei der Suche nach “Oasis” mithilfe des Eyetracking-Verfahrens genau beobachtet. Bereits im Jahre 2005 führte Think Eyetracking einen vergleichbaren Test durch. Das Ergebnis sieht im Jahresvergleich wie folgt aus:
Das Ergebnis aus dem Jahre 2005 zeigt im Gegensatz zur aktuellen Auswertung, dass Nutzer sich die aufgezeigten Treffer zunächst genauer ansahen und dabei auch gerne mal bis ans Ende der Trefferliste scrollten, bevor sie sich für einen Klick auf ein Ergebnis entschieden. Die aktuelle Auswertung zeigt hingegen eine starke Fixierung auf die Top 3 bzw. Top 5 Treffer der SERPs. Es wird also lediglich der sichtbare Bereich der Suchergebnisse beachtet und dabei größtenteils auf die Ergebnisse eins bis drei geklickt.
Zudem ergab eine anschließende Befragung der Probanden, dass sie im Falle irrelevanter Treffer zu ihrer Suchanfrage eher dazu übergehen, ihre Anfrage zu spezifizieren bzw. anders zu formulieren, um die erwünschten Suchtreffer zu erzielen. Von einem Besuch der zweiten oder gar dritten Ergebnisseite bei Google wird zumeist abgesehen.
Auch Werbeklicks waren bei der Auswertung der Ergebnisse eher Einzelfälle, was auf bessere Kenntnis des Werbeformats AdWords und ggf. auch auf aufkommende Werbeblindheit zumindest bei den Testpersonen zurückgeführt werden kann. Womit wir auch schon bei kritischen Anmerkung zur Studie wären: Zum einen ist die Anzahl der Personen nicht besonders hoch um als repräsentativ bezeichnet zu werden, zum anderen habe ich nichts zur Herkunft, Alter, Berufstätigkeit etc. der Probanden erfahren können.
Trotzdem scheint mir das Ergebnis zumindest einen erfolgten Trend korrekt aufzuzeigen. Google-Nutzer sind erfahrener im Umgang mit Suchmaschinen geworden, erkennen Werbeformate schneller und greifen eher auf Veränderung ihrer Suchanfragen zurück, als sich durch die Ergebnislisten bei Google zu klicken.
Ansonsten fehlen mir zu der Studie detailliertere Angaben zu den Testpersonen sowie zur Durchführung. Im Blogpost wird die Frage in den Raum gestellt, ob Google vielleicht durch bessere Ergebnisse den Ausgang des Tests maßgeblich beeinflusst.
Hier noch eine Studie zum Klickverhalten und Aufenthaltsdauer aus Oktober 2006, die sich von der aktuellen Auswertung von Think Eyetracking gar nicht so stark unterscheidet… Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Eyetools’ Report zur Klickauswertung bei Google, die auch schon etwas älter ist.


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10. September 2008 um 07:22
Ich habe doch diese Woche irgendwo gelesen, dass Google Tests mit nur sieben Ergebnissen auf der Trefferliste macht. Das ist zwar sehr ärgerlich für die Seiten, die auf 8 – 10 stehen, wäre aber nach dieser Studie egal.
Aber man hört doch von vielen, die hintere Plätze auf der ersten Seite haben, dass trotzdem Besucher über Google kommen. Bleibt also wie immer die Frage, ob man einer Studie auch glauben kann.
11. September 2008 um 12:19
Sehr interessant, ist eigentlich vergleichbar mit den Zeitungsleser-Studien, die bereits in den 70ern durchgeführt wurden, da kam raus (wenn ich das richtig in Eriinnerung habe) dass die Position rechts oben am häufigsten zuerst angesehen wird, weshalb die Anzeigen in diesem Bereich auch am meisten kosten.
Ich gehe mal davon aus, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren nochmal so eine Studie fällig wird. Da die Nutzung von mobilem Internet per Handy immer mehr zunimmt ist vielleicht die nächste Studie darüber, ob sich bei dem wesentlich kleineren Display eines 3G Handies irgendwas am Blickverlaufsmuster ändert.
11. September 2008 um 12:44
Da hat sich einiges getan was das Surfverhalten angeht.
Irgendwie schade… den Löwenanteild er Klicks bekommen eben die ersten 3, die die darunter sind können sich dahingehend nur mit relativ gesehn ansprechenderem Content retten..
11. September 2008 um 15:48
Also die Aussage, glaube nie einer Studie die du… ist denke ich als Argumentation einfach schon zu aufgebraucht, auch wenn du sicher Recht hast. Allerdings würde ich mich eher anhand der Suchseiten orientieren und nicht anhand der Suchergebnisse auf einer Seite und da dürfte uns wohl allen bekannt sein, dass wenige User mehr als 3 Ergebnissseiten anklicken werden, egal ob die Seite nun 7 oder 10 Ergebnisse listet. Dafür fehlt einfach die Geduld, Zeit und Ausdauer. Ich hab für eine Studienarbeit mal wirklich an die 100 Ergebnisseiten durchgeklickt und war mehrere Male am Verzweifeln und aufgeben und dann doch wieder glücklich, wenn ich auf hinteren Seiten einen interessanten Link gefunden habe.
Die meisten User sind eben nicht darauf ausgerichtet, wirklich das aller Beste Ergebnis zu finden, sie arrangieren sich eher mit dem ersten akzeptablen Ergebnis
11. September 2008 um 16:31
[...] mit den Google-Ergebnislisten interpretiert werden. Nähere Informationen gibt dieser Artikel: Eyetracking-Studie zum Nutzerverhalten …. Demnach beschränken sich die Suchenden in der Ergebnisliste auf die vorderen Plätze und nehmen [...]
13. September 2008 um 15:30
[...] lässt jedenfalls eine Studie vermuten. Diese vergleicht das Nutzerverhalten von 30 Personen, die nach einem bestimmten Begriff [...]
16. September 2008 um 18:16
Besser als das was ich das letzte mal gesehen habe:
http://fewuwa.jimdo.com/cc_images/cache_456452409.jpg
17. September 2008 um 13:05
Hallo,
leider ist die gezeigte Studie nicht wirklich Aussagekräftig. Schaut man sich die gezeigten Bilder der Eyetracking Studie genau an, so fällt auf, dass auf der rechten Seite lediglich eine einzige AdWord Anzeige eingeblendet ist. Somit ist es nur Natürlich, dass die Fokussierung auf den Haupt-Suchkontent gerichtet ist. Es gibt ja nichts was das Auge in der rechten Spalte erfassen könnte.
Allerdings bestätigt das Ergebins tatsächlich die Studie von Eyetools Inc. ausdem Jahr 2005.
Gruß – Udo
20. November 2008 um 21:50
Das mag vieleicht alles so sein wie ihr Denkt aber die meisten relevanten ergebnisse finde ich auf seite 1 und 2 5 -15 Platz.
Freundliche grüsse aus Hildesheim.
21. April 2009 um 09:02
[...] richtig viele Besucher über dieses Keyword zu bekommen, wäre aber ein Platz unter den ersten 3 Suchergebnissen notwendig. Denn diese bekommen die mit Abstand meisten Klicks ab. Da wäre sicher locker eine [...]