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Twitter ohne Link. Dieser “Mad” Cutts …

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Nein, ich habe keinen Twitter-Account. Der Twitter-Hype ist irgendwie an mir vorbeigezogen, zwar nehme das ganze Get(z)witt(sch)ere wahr, aber zu einem Konto nebst Pflege hat’s nicht gereicht. Wenn ich derart viel Zeit und Arbeit in Contentgenerierung und Twitterpflege gesteckt hätte, wie es Rae Hoffman tat, würde ich mir auch die Frage stellen, warum Twitter mir als fleißigen Nutzer nicht mal einen spärlichen Link zu meiner Webseite gönnt. Der Link unter “Web” ist standardmäßig mit dem noFollow-Attribut versehen, das ist auch für Rae nichts Neues. Allerdings konnte beim Twitterprofil an anderer Stelle ein suchmaschinenwirksamer Link untergebracht werden, ohne noFollow. Ob Rae diese Möglichkeit genutzt hat, weiß ich nicht.

Erklärung, was überhaupt passiert ist:

Twitter-Nutzer können auf Ihrer Profilseite unter “Web” einen Link zu Ihrer Homepage o.ä. angeben, dieser ist bei Twitter standardmäßig auf noFollow. Dave Naylor fand heraus, das bei Eingabe eines URL unter “Bio”, dieser dann durchaus suchmachinenwirksam verlinkt wird.

Nachdem er diese Erkenntnis mit Besuchern seines Blogs teilte, wurde wohl auch der Google Chef-Spambeauftragte darauf aufmerksam und hat bei Twitter-Verantwortlichen um Entlinkung gebeten. Es wird jetzt also nur noch die Webadresse als Text angegeben.

Rae zu der Entlinkung:

[...]My personal twitter page has 1700 links, 1500+ followers, contains over 7000 tweets and is a toolbar PR of 5. Last I checked, I got all those links. I wrote all that content. All those people were following me as a person. I developed that link popularity. Why on earth would I not deserve ALL the benefits (including that in the form of a profile link) from building up the value of that page?[...]

Schuld an der Misere sei also Matt Cutts, dem einige Spam-Profil-Dokumente wohl etwas zu stark wurden. Rae ist jedenfalls sauer und fragt sich, was sie denn dafür könne, dass Google einen so angreifbaren Algorithmus für Spam-Links habe. Recht hat sie. Aber nicht nur Google hat ein Interesse an unwirksamer Verlinkung von Spam-Profilen. Auch Twitter sollte eine Heuschreckenplage zumindest nicht aktiv hervorrufen, von daher ist die jetzige Entwertung Seitens Twitter verständlich, ob nun Cutts erst darauf hinweisen  musste oder nicht ist dabei nebensächlich.

Nun heißt es trotzdem, Google diktiere den Twitterern, wie sie ihre Seite hinsichtlich Suchmaschinenrelevanz zu gestalten haben. Naja, ganz so scheint es dann wohl doch nicht zu sein. Auch Twitter hat sicherlich kein Interesse an einer Raubtierfütterung im eigenen Wohnzimmer, nur weil man versehentlich nen Köder übersieht.

Zu Rae Hoffman’s Artikel … und zu ihrem Twitter-Account

8 Antworten zu “Twitter ohne Link. Dieser “Mad” Cutts …”

  1. felixNo Gravatar sagt:

    ich habs gestern auch mitbekommen und fands auch schade. nunja… nofollow ist besser als garkein link.

  2. hannesNo Gravatar sagt:

    Naja, ich frag mich eher, warum Twitter überhaupt nofollow drauf hat auf den Links. Und jetzt bitte nicht wieder Spammer ranziehen. Wenn ich keine vernünftige Account-Aktivierung generieren kann, dann lass ichs lieber sein mit so nem Portal. Mein Gott, wie ich nofollow hasse..

  3. MartinNo Gravatar sagt:

    Wenn das euer größtes Problem ist, schätzt euch glücklich. Tatsache ist, daß dies genau der Fall ist, für den nofollow gedacht war: das ent-Gewichten von Links, die nicht unter unmittelbarer redaktioneller Kontrolle gesetzt wurden.

    Es würde mich nicht wundern, wenn Google tatsächlich eines Tages entscheiden sollte, daß der nicht maskierte Link auf eine von Google als “kritisch” eingestufte Seite (kritisch im Sinne von “Spam, Schadsoftware, Phishing …”) zu einer relativen Abwertung der einzelnen betroffenen Seite führt.

  4. Malte LandwehrNo Gravatar sagt:

    hannes, es gibt keine Account-Aktivierung, die ein Spammer nicht knacken kann. In Notfall mit billigen Arbeitskräften in Indien.

  5. YvesNo Gravatar sagt:

    Mit dem nofollow bei Twitter kann ich leben. Wenn man ein Twitterprofil einzig und alleine wegen dem Link führt, dann hat man noch ordentlich zu schreiben, bis man dort einen anständigen PR hat.
    Was ich viel nerviger finde ist der Umstand, dass z. B. Wordpress noch immer die Links der Kommentierer standardmässig mit nofollow versieht. Spam Schutz ist hier eine schlechte Ausrede, da dies alleine den Spam auch nicht fernhält.

  6. guruzNo Gravatar sagt:

    Hm, man koennte doch einfach user mit x followern und account-bestehen seit y monaten ein ‘follow’ erlauben?

  7. Ist für Google NoFollow die Lösung für Alles?! | martinwaiss.com sagt:

    [...] - - - - - via: search-lab.de “Twitter ohne Link. Dieser “Mad” Cutts…” [...]

  8. datenschmutz.net sagt:

    Blogistan Panoptikum KW36 2008…

    Kaum ist man mal eine Woche in Kroatien, beginnt schon der nächste spannende SEO-Wettbewerb und die Diskussionen über Chrome überschlagen sich.
    ……

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