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Holpriger Start für den neuen Google Browser

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Nachdem ich mir am Dienstag Abend Google’s Browser Chrome runtergeladen und installiert hatte, war ich zunächst positiv überrascht: Hat keine zwei Minute gedauert um das schlichte Design mit gewöhnungsbedürftiger Farbwahl in Action zu sehen. Erster Punkt geht also an Google, nachdem der IE8 am Montag für die Installation gefühlte fünf Minuten veranschlagte und der nervige, aber bei Microsoft-Produkten gewohnte Neustart erforderlich war.

Erster Eindruck beim Browsen mit Google Chrome war gut, bestimmt auch bedingt durch die reibungslos fixe Installation, deren Geschwindigkeit sich auch beim Klicken durch diverse Webseiten fortsetzte. Aber ohne Plugins/Addons, verschiedene Toolbars etc. erlaube ich mir zunächst kein Urteil über den wahren Wert der Geschwindigkeit. Heise hat hier schon mal vorgetestet.

Mein Spiegel-Online-Alert blitzte dann am Mittwoch auf, der Autor lobte den neuen Browser von Google in höchsten Tönen. Schnell, schlicht, schick, super! Zunächst las ich diese Worte bei vielen Berichten von Online-Redaktionen, bis der berechtigte Hinweis mehrerer Blogger und auch Online-Magazinen auf die kopierten Datenschutzrichtlinien erfolgte. Ein Sturm brach los und nach kurzer Zeit galt der neue Browser nicht mehr als Turbo-Browser, sondern vielmehr als größter Fangarm der Datenkrake.

Da hat Google schlichtweg Mist gebaut, wie Matt Cutts auf seinem Blog auch später einräumte. Für Aufregung (siehe Kommentar von Caspar) sorgte vor allem Punkt 11 der Vereinbarung, die jeder Nutzer vor dem Download akzeptieren muss.

Dabei willigt der Nutzer ein (grobe Wiedergabe), Google das unbefristete, unwiderrufliche, weltweite … etc. etc. … Recht zur Reproduzierung, Adaption, Veröffentlichung … etc. etc. … einzuräumen. Passt nicht zu nem Browser und sorgt damit für berechtigte Aufregung.

Punkt 11 wurde mittlerweile angepasst in den Lizenzbedingungen. Warum der Copy & Paste Absatz überhaupt drin war? Ich tippe tatsächlich auch einen schlichten Fehler Seitens Google. Einfach nicht aufgepasst/nachgedacht/überdacht. Passt leider überhaupt nicht zu meiner Annahme, die Googler würden hier gesondert Wert auf saubere Datenschutzbestimmungen legen. Es hätte doch jedem klar sein müssen, dass mehr Nutzer als gewöhnlich die Lizenzbestimmungen lesen, bevor sie akzeptiert werden?!

Das Chrome-Team dazu nach Anfrage von Matt Cutts:

In order to keep things simple for our users, we try to use the same set of legal terms (our Universal Terms of Service) for many of our products. Sometimes, as in the case of Google Chrome, this means that the legal terms for a specific product may include terms that don’t apply well to the use of that product. We are working quickly to remove [...]

Dinge für Nutzer einfach halten oder doch eher für die eigene Arbeit? Antwort ist denke ich klar. Nicht sonderlich professionell. Vielleicht kann man doch nicht davon ausgehen, dass solche Texte für jeden neuen Dienst anwaltlich auf Aktualität und thematischer Relevanz geprüft werden. Für mich klingt es nach genau dieser Schludrigkeit im Hause Google, und weniger nach gezieltem Datenfang.

Update:

Der Google Blog entschuldigt sich für die Panne.

7 Antworten zu “Holpriger Start für den neuen Google Browser”

  1. Saint GermainNo Gravatar sagt:

    Google-Chrome ist sehr schnell, aber es gibt keine addons…. Firefox ist “THE BEST”.

  2. » Google Chrome - Alle gegen Microsoft - SearchLab-Blog sagt:

    [...] « “Very Nice Site! Thanx!” Holpriger Start für den neuen Google Browser [...]

  3. allespcNo Gravatar sagt:

    Ich habe ihn auch getestet: So dolle finde ich ihn nicht. FireFox ist auch besser. Außerdem kann man Chrome zum Absturz bringen …. irgendwo hab ich es gelesen …

  4. Michael JanikNo Gravatar sagt:

    Lustig das mit dem größten Fangarm.
    Was haben wir gelacht!

    Aller Anfang ist schwer. Mit der Zeit wird Google große Marktanteile bunkern und wir IT-Leute werden den neuen Browser so oder so nutzen.

  5. datenschmutz.net sagt:

    Blogistan Panoptikum KW35 2008…

    Googles-Chrome Launch erhitzte in der vergangenen Woche die Netz-Gemüter, und auch bei Twitter hat sich so manches getan. Beherrschendes Lokal-Thema im .at-Netz sind natürlich die bevorstehenden Neuwahlen.
    ……

  6. AuyanaNo Gravatar sagt:

    Ich habe Google Chrome jetzt einige Zeit getestet und muß sagen, dass es sehr gut ist. Im Vergleich zum Internet Explorer oder Firefox ist es ressourcenschonender und schneller. Nachteilig ist, dass es noch keine Plugins dafür gibt.

  7. » Browser Anteile 2008 - SearchLab-Blog sagt:

    [...] Chrome weist nach holprigen Start circa 1% Anteile auf, hier wird sich wahrscheinlich erst etwas merklich bewegen können, wenn [...]

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