Datenkrake Google
Die Suche bei Google nach “Google RSS” oder “Google RSS Feed” zeigt an erster Stelle der organische Suchtreffer das eigene Produkt, den Google Reader, an. Das spannende daran ist der angezeigte Seitentitel des Zieldokumentes in den Google SERPs:
Der Google Reader ist für Suchmaschinen per Eintrag in der Robots.txt gesperrt. Daher auch nicht der ursprüngliche Titel, die Description oder ein Cache-Link für das Ergebnis. Der Titel “RSS-Reader der Datenkrake Google” resultiert aus Links, die mit diesem Linktext auf den Google Reader verweisen. Aufgrund der Masse und Stärke der gesetzten Links mit identischem Linktext zieht Google diesen automatisch als Seitentitel heran. Für gewöhnlich nimmt Google bei gersperrten Dokumenten als Seitentitel den URL.
Trotz der Sperrung durch den robots.txt-Eintrag erachtet Google aufgrund der Masse an eingehenden Links für den Google Reader dieses Dokument als zu wertvoll, als das es nicht an Nummer Eins der Resultate stehen könnte. Ein wirklich interessanter Befund über die Wirkungskraft von Backlinks in diesem speziellen Fall. Nebenbei bemerkt der neue Auftritt eines Google-Bomben-Klons. Die bekommen das automatisiert einfach nicht in den Griff.
via Philipp Lenssen


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RSS 2.0
19. August 2008 um 18:53
[...] das genau das passieren konnte, kann man hier nachlesen. Ich höre ja schon wieder einen gewissen Blork mit Google ist der Kraken! Stoppt [...]
20. August 2008 um 09:49
“Der Google Reader ist für Suchmaschinen per Eintrag in der Robots.txt gesperrt.” Woher weiß man das? Würde das gerne nachvollziehen oder ist das einfach SEO-Guru-Wissen?
20. August 2008 um 10:14
http://www.google.de/robots.txt <- daher weiss er das.
20. August 2008 um 10:34
@Chris:
folgst du dem Link aus Ronnys Kommentar kommst du zur robots.txt von Google. Die robots.txt ist ein simples Textdokument, wo Seitenbetreiber den gierigen Suchmaschinen(-Spider) von Bereichen oder Dateien ihrer Webseite fernhalten können.
Mit dem Eintrag “Disallow: /reader/” gibt Google sämtlichen Suchmaschinen, die sich an die robots.txt halten, zu verstehen, dass dieser Bereich Tabuzone ist.
Nichtsdestotrotz nimmt Google diese gesperrten Dokumente in den Index auf, stellt aber lediglich einen Link zur Verfügung.
Hier ein Beispiel: Suche nach einem gesperrten Verzeichnis
20. August 2008 um 10:38
… ansonsten frag einfach nochmal deinen “seo-guru”
http://www.aber-records.com/robots.txt ^^
20. August 2008 um 12:01
[...] RSS Reader der Datenkrake Google – ne Art von Google Bombing am Beispiel des Google RSS Reader vorgeführt, von wegen das geht nicht mehr
Echt interessant, was da allein durch Backlinks erreicht wurde, da die Google Reader Seiten per robots.txt gesperrt sind, aber trotzdem aufgrund der Backlinks (mit Linktexten “Datenkrake”) von Google auf Position 1 der Suchergebnisse platziert sind. Da ist Google wohl mal wieder völlig überfordert
via searchlab.de “Datenkrake Google“ [...]
20. August 2008 um 12:16
Merci, jetzt kenn ich mich auch aus. Und das ist ja das Problem, wir haben keinen SEO-Guru, außer König Internet und euch fleißigen Bloggerbienchen.
21. August 2008 um 11:31
[...] von Benni am August 21, 2008 Google bombt sich quasi selbst zur Datenkrake. Brillianter [...]
22. August 2008 um 08:56
Gut beobachtet und analysiert. Merci.
22. August 2008 um 10:36
Hier ist scheinbar noch ein Beispiel, allerdings in diesem Fall sind die seiten doch nicht gesperrt….: http://www.google.de/search?q=site:bmw.com+been+browsing&hl=de&filter=0
22. August 2008 um 10:37
oh. doch… ist gesperrt… http://www.bmw.com/robots.txt
24. August 2008 um 22:38
[...] der Seitenoptimierer zieht in den Krieg gegen Social Bookmarking Services, Google gibt endlich zu, Datenkrake zu sein und es gibt jetzt auch schon Junior SEO Manager – Ricardo.ch sucht einen solchen; Xsara hat [...]
25. August 2008 um 12:16
Sauber. Wenn sich Google schon selbst als Datenkrake ausliefert, macht die Kiste doch wieder richtig Spaß. Stellt dich die Frage: Wird Google händisch eingreifen oder nicht?
Wobei automatisiertes Bombing ja nur greifen soll, wenn kein Zusammenhang zwischen Linktitel und Inhalt besteht. Wenn es diesmal nicht greift, könnte man davon ausgehen, dass Google den Kontext “Datenkrake” als relevant einstuft
2. September 2008 um 17:08
[...] und dieses Vorhaben auch stark kommuniziert. Das steigende Misstrauen der Nutzer gegenüber der Datenkrake Google ist eines der größten, aktuellen Probleme des [...]
4. September 2008 um 11:51
[...] Mein Spiegel-Online-Alert blitzte dann am Mittwoch auf, der Autor lobte den neuen Browser von Google in höchsten Tönen. Schnell, schlicht, schick, super! Zunächst las ich diese Worte bei vielen Berichten von Online-Redaktionen, bis der berechtigte Hinweis mehrerer Blogger und auch Online-Magazinen auf die kopierten Datenschutzrichtlinien erfolgte. Ein Sturm brach los und nach kurzer Zeit galt der neue Browser nicht mehr als Turbo-Browser, sondern vielmehr als größter Fangarm der Datenkrake. [...]
31. Oktober 2008 um 16:56
[...] indizieren. Dass gesperrte Dokumente trotzdem im Index zu finden sind ist bekannt. Am Beispiel des RSS-Reader der Datenkrake Google sorgen zahlreiche Links dafür, dass das gesperrte Dokument ohne Description, Cache-Link und [...]
16. Januar 2009 um 16:36
[...] dieser Fehler, den Blogger bereits im Herbst anmahnten, nicht schon längst behoben ist, könnte nur das Unternehmen selbst [...]
10. Juli 2009 um 11:11
[...] es keine Selbstironie, sondern ein – wahrscheinlich ungewolltes – Ergebnis des Google-Automatismus, erklärt wird das hier. Posted in Kommentar [...]
24. Januar 2010 um 13:39
Das war doch mal ein guter Scherz auf Kosten Googles. Gut analysiert!