OpenSocial – die ultimative Vernetzung?
Zumindest ein großer Schritt in diese Richtung ist heute bekanntgegeben worden. OpenSocial ist gestartet. Dabei handelt es sich um ein Projekt Google’s, das Standards für die Entwicklung sozialer Dienste und Funktionen bereitstellt. Im Klartext: Programmierer können ihre Tools und Erweiterung nach einem einheitlichen Standard (mit gängigen Technologien wie HTML und JavaScript) umsetzen und somit nicht nur für eine Social Community, sondern für mehrere Plattformen implementieren.
Zum einen bedeutet dies eine erhebliche Arbeitserleichterung für Anbieter von Webapplikationen in social Networks, zum anderen werden kleinere Portale davon merklich profitieren können.
Als Clou konnte Google einen äußerst Prominenten Partner auf der langen Liste präsentieren. MySpace schließt sich dem OpenSocial Projekt an. Diese Nachricht sollte bei Facebook’s jungen Wilden für kritischen Puls gesorgt haben. Konnte man vor kurzem noch ob der Wertschätzung des Communityportals auf ca. 15 Milliarden Dollar pure Entspannung walten lassen, sieht man sich nunmehr der Gefahr ausgesetzt, im social Web ausgegrenzt zu werden.
Es ist übrigens nicht so, dass Facebook der Zutritt verwehrt würde, vielmehr freut sich OpenSocial auf jeden neuen Partner, der sich der Standard-API anschließt, vielleicht eine gewollte, medienwirksame Isolierung durch Google? Dass Facebook einen sozialen Alleingang wagt, ist wohl auszuschließen und man kann damit rechnen, dass die nachziehen werden.
Sich den Möglichkeiten des neuen Standards zu verschließen könnte ein großer Fehler sein, je nach dem, in welche Dimensionen OpenSocial vorstoßen wird. Für den Anfang wartet das Projekt zumindest mit gehörigem Startkapital an Nutzern auf, und das ist schließlich die Währung sozialer Netzwerke. Aus deutscher Sicht ist die Teilnahme des auf Unternehmer ausgerichteten Portals Xing interessant zu lesen.
Google schafft es offensichtlich auch diesmal, einen großen Nutzen für’s Web und deren User zu deklarieren und im gleichen Zuge die Monetarisierungsmöglchkeiten, die sich daraus indirekt ergeben, voll auszuschöpfen.
[...] natürlich verfolgt die Open Social Initiative keine katholischen Ziele.[...] – so drückt zum Beispiel Robert Basic die wirtschaftliche Motivation des Projektes aus.
Weitere Informationen zu OpenSocial im Google Press Center.











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