“Wir wissen gar nichts über Sie. Wir wissen bloß, was Sie schreiben.”
Dies entgegnete Google’s Douglas Merrill (Vice President, Engineering) auf die Frage des Interviewers Marcel Wüthrich von infoweek.ch, ob Google zu viel über den Nutzer wüsste.
Weitere Themen des Gespräches waren unter anderem Konkurrenzsituationen im Ausland, Google Apps sowie das GooglePhone.
Die Gerüchte um ein mögliches Google Handy mochte Merrill nicht weiter kommentieren, räumte aber auf Nachfrage ein, dass Anwendungen aus dem Bereich der Mobiltelefonie “unabhängig von deren Hersteller – enorm spannend” seien.
Suche muss in Zukunft Mobiltelefone beinhalten, doch die Wahrheit ist: Wir wissen noch nicht, wie das funktionieren soll. Die Suche mobil zu machen, ist nicht einfach. Doch wir glauben, dass der Markt für mobile Suchapplikationen riesig ist.
Klar ist, dass Google viel Geld und Zeit in die Entwicklung mobil einsetzbarer Suchanwendungen investiert. Welcher Anbieter diesen Schritt mit Google machen wird, ist ungewiss. Ein Alleingang des Suchmaschinenbetreibers ist indes wohl nicht zu erwarten, Google liefert die Soft- ein anderer (möglichwerweise Apple) die Hardware.
Über uns SEOs hat Douglas Merrill auch ein paar Worte verloren, Suchmaschinenoptimierer sehe er nicht zwingend als Gegenspieler, zuminest wenn sich diese auf die Erstellung nutzerrelevanten Contents fixieren.
Wenn die Optimierer den Content tatsächlich nützlicher oder relevanter gestalten, sollte dieser auch zuoberst im Ranking erscheinen. Suchmaschinen-Optimierer sind nicht der Feind. Uns ist egal, wie die Internet-Welt entsteht.
Egal wie, hauptsache relevant – klingt ja gar nicht so schwer… Ähnlich simpel erklärt sich Merrill den dürftigen 7%-Marktanteil in Südkorea, der sich schlichtweg aus besseren Produkten der Konkurrenz – in diesem Fall “Naver” – erklärt. Er lobt das “großartige, lokale Produkt”, wobei er das “lokal” sicherlich stark betonen würde. Um an dieser Dominanz der südkoreanischen Suchmaschine etwas zu ändern, müsse Google ganz einfach seine Produkte verbessern.
Was die Zukunft des Produktes der (Google-)Suche betrifft, so findet Douglas Merrill etwas klarere Worte. Er sieht zukünftig “[...] die Suche auf jedem Gerät auf der Welt, in jeder Sprache der Welt und über sämtliche Informationen auf der Welt [...]“. Dass Merrill die noch zu lösenden Probleme bis zur Verwirklichung seiner Vision als “faszinierend” bezeichnet, zeigt, wie Techniker bei Google motiviert werden.
Eine witzige und zugleich erstrebenswerte Vorstellung einer optimalen Arbeitseinstellung für Programmierer: “Lerne das Problem zu bewundern und du wirst es verstehen.” Hat das Zeug zu einem Workshop… oder?
Trotz einiger Lehrbuchantworten sind ganz interessante Statements zu einer Vielzahl von Themen zu lesen.










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