American Airlines verklagt Google
Die größte Fluggesellschaft der USA klagt gegen den erfolgreichsten Suchmaschinenbetreiber und verlangt Schadenersatz wegen Verletzung des Markenrechts beim Werbeprogramm Google AdWords.
Bei der Suche nach “Aadvantage” seien Konkurrenzanzeigen erschienen, die beim Kunden für Verwirrung sorgen würden. Nun soll Google Schadenersatz leisten.
Der Versuch einer außergerichtliche Einigung sei laut American Airlines Sprecher Sanez erfolglos verlaufen. Google blickt einem Gerichtsverfahren auch optimistisch entgegen. Zahlreiche Klagen kleinerer Firmen führten in der Vergangenheit fast ausnahmslos zu einem Erfolg des Unternehmens aus Mountain View. Lediglich in Frankreich wurde dem Kläger Recht gegeben. In der bisher wahrscheinlich größten gerichtlichen Auseinandersetzung dieser Thematik wurde ein Vergleich geschlossen. Der US-amerikanische Autoversicherer “Geico” hatte zuvor aus ähnlichen Gründen den Suchgiganten verklagt.
Das sollte auch der amerikanischen Fluglinie bekannt sein, daher bleibt abzuwarten, welche Schwere das Anwalt-Geschütz von American Airlines haben wird. Aber bei aller juristischer Raffinesse wird es in den USA wohl kaum ein Gericht geben, das nach den bereits getroffenen Entscheidungen für Google’s Argumentation den Sachverhalt gänzlich anders beurteilt.
Aber vielleicht liegt der Ausgang des Gerichtsverfahrens von Beginn an nicht im Fokus der Verantwortlichen bei AA. Die Einreichung der Klage hat auch einen netten Nebeneffekt hinsichtlich der Bekanntheitssteigerung des bei AdWords beworbenen Produktes.

Marketingkampagnen dieser Art sind zwar nicht als solche gekennzeichnet, aber eine Verdachtsäußerung in diese oder ähnliche Richtung kann man schon mal von sich geben, wenn auch nur vorsichtig. Dass AA nicht glücklich über die Konkurrenzanzeigen ist und etwas dagegen zu unternehmen versucht, ist verständlich.
Viel zu verlieren hat American Airlines dabei jedenfalls nicht – sein Produkt zu bewerben kostet halt Geld, und wenn es sich letztlich dabei um Gerichtskosten handelt, ändert sich lediglich der firmeninterne Buchungsvorgang.
Ein erster Erfolg scheint zumindest jetzt schon erreicht. Die Konkurrenzanzeigen sind nicht mehr bei der Suche nach “Aadvantage” zu sehen.











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