Jeder dritte Dollar geht an Google

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...

Suchmaschinenbetreiber Google sammelt mittlerweile jeden dritten Dollar ein, der weltweit für Werbung im Onlinemarkt ausgegeben wird. Der Umsatz stieg um 58 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar, der Gewinn konnte im zweiten Quartal um 28% gesteigert werden. Beeindruckende Zahlen für ein Unternehmen, Aktienwerte für Microsoft und Yahoo! würden bei Veröffentlichung solcher Werte wohl auf ein Rekordhoch steigen – aber nicht so bei Google.

Die verwöhnten Investoren zeigten sich enttäuscht ob des unerwartet schwachen Gewinnwachstums. Analysten hatten drei Cent mehr pro Aktie prognostiziert. Daraufhin verlor die Aktie nachbörslich 7%.

“Die Jungs haben Geld ausgegeben wie betrunkene Matrosen, sie haben es echt auf den Kopf gehauen”, kommentierte Analyst J. Lindsay von Sanford C. Bernstein.

Mitunter verantwortlich seien für die unerreichten Erwartungen der Experten die zahlreichen Neueinstellungen des Unternehmens aus Mountain View. Binnen dreier Monate erhöhte Google die Zahl seiner Mitarbeiter um 13 Prozent auf 13786 Vollzeitmitarbeiter. Die Personalkosten machten mit 1,2 Milliarden Dollar 31% des Umsatzes aus – im ersten Quartal waren es noch 27 Prozent.

CEO Eric Schmidt dazu:

Wir haben für Personal mehr ausgegeben als geplant und wir haben uns gefragt: War das ein Fehler? Wir glauben es war kein Fehler. Die Leute sind so gut, dass wir froh sind, sie geholt zu haben.

Des Weiteren sei Schmidt beeindruckt vom Tempo des Wachstums seines Unternehmens. Entgegen des Gesetzes der großen Zahlen, wonach sich normalerweise mit zunehmender Größe die Innovationen verlangsamen, würden sich bei Google diese sogar beschleunigen.

Trotzdem sind die Schlagzeilen breitflächig negativ gedruckt. “Google gibt zu viel Geld aus”, 28% reicht den Börsianern nicht, vielleicht sollten die Mitarbeiterkosten positiv als das betrachtet werden, was sie sind, Investitionen für die zahlreichen neuen Projekte, die früher oder später den erwarteten Gewinn abwerfen werden.

Auch Sergey Brin zeigte sich optimistisch trotz der Reaktion der Anleger: “Einige Leute glauben, die dicksten Früchte seien schon gepflückt”.

Kommentar schreiben