Bush im Luftschutzkeller
Matt Cutts persönlich kündigt im Google Webmaster Central Blog die Eingrenzung der Sprengungskraft der Google Bombe an. Der allgemein bekannte amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika konnte sich über Jahre damit rühmen, durchgehend auf Platz eins der meistgenutzten Suchmaschine zu stehen. Das Suchwort war allerdings nicht sonderlich ruhmreich. Durch die Suchanfrage “Miserable Failure” oder auch “Failure”, wurde die Biografie des Texaners auf Platz eins angezeigt.
Wie das funktioniert? Viele, viele Webmaster setzen einen Verweis in Form eines Links mit identischem Linktext auf die gewünschte “Landezone”. Das Keyword selbst findet sich im Regelfall nicht auf der Zielseite, trotzdem steht sie bei Google ganz oben – Hyperlinks sind halt schlagkräftig. Auch Angela Merkel wurde mit Links bombardiert. Hier allerdings mit dem relativ einfallslosen Begriff “Kohlkopf”.
Google störte sich lange Zeit nicht sonderlich daran. Verwies darauf, dass es sich hierbei um ohnehin kaum bis selten gesuchte Begriffe handelt. Da aber viele der Ansicht waren, Google selbst würde hier durch Manipulation von Hand bestimmte Webseiten erscheinen lassen, nahm sich der Suchmaschinenbetreiber des Problems an.
“Handcrafted Results” sind nach eigenen Angaben nicht Google’s natürliche Vorgehensweise bei aufkommender Problematik in den Suchergebnissen.
[...] When we’re faced with a bad search result or a relevance problem, our first instinct is to look for an automatic way to solve the problem instead of trying to fix a particular search by hand. [...]
Nun haben die Programmierer bei Google das Problem der Googlebomb wohl “algorithmisch” reduziert.
[...] By improving our analysis of the link structure of the web, Google has begun minimizing the impact of many Googlebombs. [...]
Hiermit wird auch klar, Googlebomben existieren weiterhin. Dieser Algorithmus fügt anscheinend einen weiteren Dämpfungsfaktor in die Gewichtung von Links hinzu, der immer dann zum Tragen kommt, wenn Keywords massiv von dritten Webseiten verlinkt werden, aber nicht auf der Zielseite vorkommen.
Die geläufigsten Googlebomben wurden somit entschärft:
In wie weit sich auch weiterhin Webseiten zu Begriffen ranken lassen, die auf ihnen gar nicht vor kommen, wird sich möglicherweise schon bald zeigen. Politisch motivierte Blogger und SEOs haben auf diesem Gebiet schon immer eine Menge Kreativität entfaltet. Manche fühlen sich vielleicht geradezu genötigt, nun eine neue Bombe scharf zu machen.










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