Google kauft YouTube
Für 1,6 Milliarden Euro hat sich Google das Online-Videoportal YouTube gesichert. Das erst Anfang 2005 gegründete Unternehmen stellt eine Plattform zum Hochladen von Videos zur Verfügung. Jeder kann seine selbstgedrehten Filmchen auf YouTube einstellen und damit anderen Nutzern präsentieren.
In diesem Marktsegment war Google mit seinem Videoangebot noch nicht angekommen, denn nur 11% Marktanteil konnte video.google.com behaupten. YouTube dagegen 46%. Dabei darf MySpace mit 22% der Markanteile nicht vergessen werden, wo sich Google bereits die Werberechte gesichert hat.
Mehr als 100 Millionen Videoviews kann YouTube täglich verbuchen, 60.000 Videos kommen pro Tag hinzu. Die Betreuung und Gewährleistung eines einwandfreien Service ist in diesen Zahlendimensionen kein Selbstgänger und das mit 67 Mitarbeitern, die alle von Google mit übernommen werden, relativ kleine Unternehmen warten bis jetzt noch auf den Break-Even und wurden unter anderem vom Risikokapitalgeber (Venture Capitalist) Sequoia unterstützt, die schon Google in den Anfangsjahren unterstützt haben.
Vermutlich größter Wehrmutstropfen des jungen Unternehmens: Wer YouTube kauft, kauft Prozesse wegen Verletzung des Urheberrechts am Fließband. Allerdings haben Kritiker offensichtlich nicht mit den zuvor und kurz nach Bekanntgabe des Deals getätigten Arrangements gerechnet. So schlossen Google wie auch YouTube fleißig Vereinbarungen vorzugsweise mit Institutionen aus der Musik- und Medienbranche, um mögliche zukünftige Streitigkeiten auszuschließen.
Google bringt nicht nur eine – tendenziell eher mehrere – Rechtsabteilung(en) mit sowie das “nötige” Kapital und Know-how, der Suchmaschinenbetreiber hat bereits auch die hilfreichen Partnerschaften an Land gezogen. Durch die Vereinbarungen mit Sony BMG Music und Warner Music Group hat Google die Bereitstellung diverser Videoclips der Partner sichergestellt. Finanziert wird die Nutzung der Rechte über Werbeeinnahmen.
Die Konkurrenz in Form von Yahoo und Microsoft kriegen wahrscheinlich den Mund nicht mehr zu vor Erstaunen bzw. Fluchen (in dieser Reihenfolge), denn am nötigen Kleingeld mangelt es bei keinem, aber am Mut haperts offensichtlich. Und wieder müssen sich die armen Teufel vom Marktführer zeigen lassen, wo es langgeht – wo es hingeht – im Web 2.0.











RSS 2.0
16. Oktober 2006 um 12:32
[...] Nach dem Kauf von Youtube stieg erwartungsgemäß die Verwendung des Synonyms “Marktmonopolist� für Suchmaschinenbetreiber Google. Marktführer unter den Anbietern für Suchmaschinen und seit dem Milliarden-Deal auch für Video-Angebote im Onlinebereich (Marktanteil: ca. 60%). [...]
14. Dezember 2006 um 18:50
[...] Als der Kauf des Video-Portals YouTube durch Google beschlossene Sache war und die Meldung sogar einen Bericht in der Tagesschau erlangte, zogen die Besucherzahlen bei YouTube kräftig an. Doch nicht nur bei youtube.com: Etliche Nutzer, die das neue Google-Baby betrachten wollten, gaben in die Adressleiste ihres Browsers utube.com ein. Zur allgemeinen Verwunderung konnten hier aber keine halbnackten “Popstars” oder durchgeknallte, stark alkoholisierte Grünschnäbel belächelt werden, man wurde vielmehr dazu eingeladen, ein Unternehmen aus Ohio kennen zu lernen. [...]
14. März 2007 um 11:53
[...] Oktober vergangenen Jahres erwarb der Suchmaschinenbetreiber das Videoportal für 1,6 Milliarden $. Dass Klagen dieser [...]
14. April 2007 um 13:21
[...] sind schon 1,6 Milliarden Dollar? Der YouTube-Deal war offensichtlich erst der Startschuss für völlig neue finanzielle Dimensionen in Google’s [...]
18. Januar 2008 um 17:24
[...] Yahoo! oder Microsoft damals doch tiefer ins Täschchen gegriffen – was sind schon 1,6 Milliarden??? – würde wohl ihr Name mit [...]