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Google’s Spielwiese

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Google möchte nicht nur das gesamte literarische Weltgut jedem digital verfügbar machen, Google möchte auch weiterhin die Nummer eins sein, wenn es um die Suche im Internet geht. Durch die zahlreichen kostenfreien Features, die der Suchmaschinenbetreiber im Laufe der letzten Jahre an den User gebracht hat, sollten diese ob der vielen gebotenen Möglichkeiten bei der Google-Suche gehalten werden.

searchmash

Mit SearchMash beginnt nun ein neues Projekt – eine neue Suchmaschine, eine Spielwiese Googles. Es werden so einige Features getestet, unter anderem werden neben standardmäßigen Volltextergebnissen auch die Top-3 Bilder zu dem jeweiligen Suchbegriff angezeigt. Nicht besonders innovativ (Verweis: Projekt M4 von Markus Franz – SuMa e.V.), aber anscheinend der Test, ob ein latenter multimedialer Bedarf bei der Nutzerschaft vorhanden ist.

Der ordnungsbewusste User hat die Möglichkeit per Drag & Drop die Suchergebnisse in ihrer Reihenfolge zu ändern, allerdings wirkt sich dies nicht offenkundig auf folgende Suchanfragen aus (noch nicht) – für den Nutzer ist es also vorerst Spielerei, was es für Google ist, wird nicht verraten. Dass die Funktion eine gute Handhabe zur Personalisierung darstellt, ist offenkundig, aber ob der Nutzer noch gewillt ist zu sortieren, ist eher fraglich.

Wird die Funktion vom User angenommen – also genutzt – stellt es eine Hilfe für Google durch den Nutzer dar. Auch Google möchte den User unter die Arme greifen: Verharrt man geduldig auf der Startseite, so wird dem unentschlossenen Surfer ein prominenter Suchbegriff vorgeschlagen. Auf kurz oder lang sagt Google also doch, was gesucht wird.

Weitere Features der Suchmaschine SearchMash werden hier vorgestellt.

Dass den Jungs aus Mountain View die Domain samt Inhalt gehört, ist dabei nicht offenkundig. Lediglich in der Privacy Policy steht geschrieben:

SearchMash is a website operated by Google Inc.

Auf der Startseite weist nichts auf Google hin. Auch auf Google.com war kein Hinweis auf ein neues Projekt “SearchMash” zu finden. Das sei so gewollt, um die erhaltenden Testergebnisse durch SearchMash objektiv zu halten. Bei diesem Punkt gerät man wahrscheinlich kurz ins Stocken: Wer sucht denn schon mit einer Suchmaschine dessen Name und Adresse gänzlich unbekannt ist? Ohne Google wäre die Presse desinteressiert und ohne die Presse wäre der Nutzer ohne Interesse bzw. unwissend. Die Frage bleibt vorerst ungeklärt.

Doch abermals lohnt sich ein Blick auf die Alexa Traffic-Details:

alexa-kurve für searchmash.com

Ohne Google und dem damit verbundenen Medienecho wäre SearchMash also das, was es eigfentlich auch ist: nichts besonderes.

Es bleibt also eine Spielwiese, auf der der Nutzer die neuen Spielgeräte testet. Mama Google passt auf und merkt sich, welche Spielereien dann demnächst am ehesten unterm Weihnachtsbaum zu finden sein werden.

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